Fachkräftesicherung im Mittelstand: Mehr als Personalrecruiting

23.02.2026 | von Redaktion
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Fachkräftesicherung im Mittelstand, die Lücke die der Mittelstand trägt, dargestellt durch eine unterbrochene Kette Papierfiguren.

Die Fachkräftesicherung im Mittelstand ist längst zur strategischen Daueraufgabe geworden. Gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Talente nicht nur zu gewinnen, sondern auch langfristig zu halten. Die jüngste KOFA-Studie zeigt, dass KMU – kleine und mittlere Unternehmen – besonders betroffen sind und rund 70 Prozent der fehlenden Fachkräfte stemmen müssen.

Dabei reicht es nicht mehr, allein Positionen zu besetzen. Erfolgreiche Fachkräftesicherung im Mittelstand bedeutet heute, strategische Personalarbeit ganzheitlich zu denken – von der Gewinnung über Integration bis zur langfristigen Bindung.

Fachkräfte gewinnen – aber strategisch

Die KOFA-Studie macht deutlich, dass klassische Recruiting-Maßnahmen allein nicht genügen. Wer Fachkräftesicherung im Mittelstand ernst nimmt, setzt zunehmend auf:

  • zielgerichtetes Employer Branding
  • flexible Arbeitsmodelle
  • transparente Entwicklungsperspektiven
  • strukturierte Integrationsprozesse

Viele Betriebe bieten Benefits wie Home-Office oder Weiterbildungen an, nutzen diese jedoch nicht strategisch oder kommunizieren sie zu wenig. Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit spielen jedoch eine zentrale Rolle im Wettbewerb um Talente.

Onboarding als Schlüssel zur langfristigen Bindung

Bereits beim Onboarding zeigt sich, ob neue Mitarbeitende sich willkommen fühlen. Analysen im Tagesspiegel zeigen, dass technische Ausstattung, strukturierte Prozesse und klare Ansprechpartner oft fehlen. Neue Mitarbeitende starten dann frustriert und distanzieren sich frühzeitig. Willkommenskultur, gute Führung und Integration sind daher entscheidend, um Mitarbeitende langfristig zu binden.

Fachkräftesicherung im Mittelstand: regional und international denken

Viele Diskussionen über Fachkräftemangel konzentrieren sich auf internationale Rekrutierung. Studien zeigen, dass Zuwanderung insbesondere in technischen Berufen eine wichtige Rolle spielt. Gleichzeitig ist Fachkräftesicherung auch regional relevant. Standorte wie das Allgäu oder andere Regionen stehen im Wettbewerb um Talente. Arbeitgeber müssen daher nicht nur internationale, sondern auch regionale Strategien entwickeln. Lebensqualität, Mobilität und Entwicklungsperspektiven werden für Mitarbeitende immer wichtiger.
Integration, Vielfalt und digitale HR-Prozesse

Integration, Vielfalt und digitale HR-Prozesse verbinden

Unternehmen, die Mitarbeitende langfristig halten, verbinden verschiedene Bausteine. Interkulturelle Führung und Willkommenskultur ermöglichen neuen Talenten, sich von Anfang an wohlzufühlen und Vertrauen in das Unternehmen zu entwickeln. Strukturierte Onboarding-Prozesse reduzieren frühe Fluktuation. Vielfalt und Inclusion stärken Zugehörigkeit, Teamzusammenhalt und psychologische Sicherheit. Digitale HR-Kommunikation und gezieltes Social-Media-Management unterstützen Employer Branding und Standortmarketing. KI-gestützte Tools können Prozesse im Recruiting und Talentmanagement effizienter machen, müssen aber reflektiert eingesetzt werden, um Fairness und Transparenz zu sichern.
Wer diese Bausteine kombiniert, kann Fachkräfte nicht nur gewinnen, sondern erfolgreich integrieren und langfristig binden.

Weiterbildung als praxisnaher Blick

Die Kempten Business School bietet einen berufsbegleitenden Zertifikatslehrgang an, der vermittelt, wie Unternehmen Integration, Vielfalt, digitale HR-Prozesse und strategisches Employer Branding verzahnen können.

Teilnehmende lernen unter anderem:

  • Onboarding-Prozesse für Fachkräfte aus dem In- und Ausland zu gestalten
  • Diversity & Inclusion im Unternehmenskontext strategisch zu verankern
  • HR-Kommunikation digital und zielgerichtet umzusetzen
  • Employer Branding regional und international auszurichten

Gerade für Unternehmen im Allgäu und vergleichbaren Regionen bietet dies einen praxisnahen Ansatz zur nachhaltigen Fachkräftesicherung im Mittelstand.

Fazit: Fachkräftesicherung im Mittelstand ganzheitlich denken

Fachkräftesicherung beginnt nicht erst beim Recruiting. Unternehmen müssen Integration, Willkommenskultur, Führung, Vielfalt und digitale HR-Strategien miteinander verbinden.

Sowohl internationale Talente als auch regionale Fachkräfte spielen dabei eine zentrale Rolle. Wer diese Faktoren strategisch kombiniert, erhöht die Chancen, Talente erfolgreich zu gewinnen und langfristig zu binden – auch in ländlichen Regionen wie dem Allgäu.


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23.02.2026

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