Interview mit Sebastian Schwarz

Sebastian Schwarz ist Dozent im berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Betriebswirtschaft im Fachbereich Vertrieb. Marion Leitenstern von der Kempten Business School hat ihm einige Fragen zu seiner Arbeit an der Kempten Business School und der Zusammenarbeit mit den Studierenden gestellt.

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Marion Leitenstern: Bitte stellen Sie sich doch einmal kurz vor

Sebastian Schwarz: Mein Name ist Sebastian Schwarz. Geboren bin ich vor 61 Jahren im schönen Saarland. Privat bin ich Ehemann, Papa, Opa und Freund, Heimwerker und Leser. Beruflich bin ich auf meinem ganzen Werdegang „Vertriebsfuzzi“. Ich kenne den Vertrieb als Verkäufer, Verkaufsleiter, Gebietsleiter, Managementtrainer, Projektleiter und Organisationsentwickler. In all diesen Facetten steht der Mensch im Mittelpunkt. Nur wenn man ihn kennt und respektiert, wird Vertrieb für alle erfolgreich.

Wie lange sind Sie schon an der Kempten Business School und wie sind Sie dazu gekommen?

Über Prof. Dr. Stratmann kenne ich die Kempten Business School (bzw. deren Vorgängerin, die PSBT) schon seit 8 Jahren und hatte dort immer wieder auch Auftritte als Referent und Dozent. Darüber hinaus kenne ich sie aber auch als Teilnehmer, denn ich habe dort auch berufsbegleitend mit 57 Jahren noch einmal studiert.

Was begeistert Sie an Ihrem Fachgebiet?

Guter nachhaltiger Vertrieb hat immer ganz viel mit Strukturen, Prozessen, Kompetenzen und Tools zu tun, diesen Mix unter der Prämisse des wirtschaftlichen Erfolgs in eine gute Balance  zu bringen ist eine tolle Herausforderung. Dies muss immer im Gleichklang mit den beteiligten Menschen stattfinden, siehe oben. 

Wie vereinen Sie Theorie und Praxis in Ihrer Lehre?

Ich bin ein praxisgeerdeter Theoretiker, nicht umgekehrt. Auf meinem Berufsweg konnte ich viele Facetten des Business kennen lernen und auch mitgestalten. Mir ist es wichtig, dass die Studierenden in meinen Vorlesungen nicht nur die Worte hören, sondern die Inhalte verstehen und diese in einen Zusammenhang setzen können. Dazu ziehe ich aus meinem Fundus viele Beispiele aus meiner Praxis und ergänze dies mit Beispielen aus der Fachliteratur bzw. aktuellen Fachbeiträgen. Darüber hinaus setze ich verschiedene Methoden in den Vorlesungen ein, z. B. auch Agile Methoden (das habe ich 2019 in einem Modulstudium an der THI angeeignet) und auch viele Beispiele aus dem Alltag der Studierenden als Analogien: Meilensteine der persönlichen Reiseplanung als Übertrag auf den Marketing Management Prozess. Oder wir hören das Lied „Haus am See“ von Peter Fox als Einstieg in das Thema Strategie und suchen Elemente davon im Text. Und da findet  man viele…

Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit mit den Studierenden?

Ein akademischer Abschluss ist viel mehr als das erfolgreiche Bestehen der geforderten Prüfungsleistungen, das gerät bei manchen in Vergessenheit. Deshalb schätze ich bei StudentInnen das Interesse am Großen Ganzen verbunden mit Aktivität innerhalb und außerhalb der Vorlesungen besonders. Im Vertrieb zählt vielfach auch Schnelligkeit, deshalb freue ich mich über zeitnahe Beantwortung von Anfragen und über das eigenmotivierte Einbringen von Themen und Aspekten aus dem Kreis der Studierenden. Und ich lerne immer auch sehr viel von den Studierenden und dafür bin ich sehr dankbar!